So funktioniert die Campervan-Miete: Was meist inklusive ist

Du buchst eine Kategorie, nicht ein bestimmtes Fahrzeug
Wenn du einen Campervan buchst, reservierst du in der Regel eine Fahrzeugkategorie und kein bestimmtes Fahrzeug. Die Kategorie beschreibt den Grundriss (wie viele Schlafplätze, ob es Dusche oder Toilette gibt, Festbett oder umbaubare Sitzgruppe) und ungefähr die Größe. Der Van, den du abholst, entspricht dieser Beschreibung, muss aber nicht genau der aus den Fotos sein. Wenn dir etwas besonders wichtig ist, etwa ein Festbett, eine Toilette oder ein Automatikgetriebe, lass dir bestätigen, dass es in dieser Kategorie garantiert ist und nicht nur „üblich“.
Die Preise richten sich meist nach der Saison. Sommerwochen und Ferienzeiten sind teurer und haben oft eine Mindestmietdauer, manchmal fünf oder sieben Nächte. In der Vor- und Nachsaison ist es meist günstiger und ruhiger – eine gute Zeit für deine erste Reise.
Was der Mietpreis meist enthält
Jeder Vermieter schnürt seine Pakete anders, aber eine Standardmiete enthält häufig:
- Das Fahrzeug mit seiner fest eingebauten Ausstattung: Bett, Küchenzeile, Kühlschrank, Frisch- und Grauwassertank sowie eine Aufbaubatterie für Licht und Steckdosen.
- Eine Basisversicherung mit Selbstbeteiligung (dem Betrag, den du im Schadensfall selbst trägst).
- Ein Kilometerpaket: entweder unbegrenzte Freikilometer oder ein Tages- bzw. Gesamtlimit, bei dem jeder weitere Kilometer extra kostet.
- Eine Gasflasche für das Kochfeld und manchmal auch für Heizung oder Kühlschrank.
- Die wichtigste Sicherheitsausstattung wie Feuerlöscher, Verbandkasten, Warndreieck und Warnweste, soweit vorgeschrieben.
- Pannenhilfe, zumindest bei technischen Defekten.
Viele Vermieter stellen außerdem eine Grundausstattung für die Küche (Töpfe, Pfannen, Teller, Besteck, Becher), Auffahrkeile und ein CEE-Kabel für den Landstrom bereit. Andere berechnen das separat.
Typische Extras und wie du auswählst
Bei den Extras kann der Mietpreis unbemerkt wachsen. Am häufigsten sind Bettwäsche-Pakete, Campingstühle und -tisch, Fahrradträger, Kindersitze, mobile Heizlüfter, Navigationsgerät, Einweggebühren, Zusatzfahrer und Versicherungen zur Reduzierung der Selbstbeteiligung.
| Extra | Oft sinnvoll, wenn … | Oft verzichtbar, wenn … |
|---|---|---|
| Bettwäsche-Paket | du mit dem Flugzeug anreist oder mit leichtem Gepäck unterwegs bist | du in der Nähe der Vermietstation wohnst und eigene mitbringen kannst |
| Stühle und Tisch | gutes Wetter und Aufenthalte auf Campingplätzen | kurze Wintertrips |
| Reduzierte Selbstbeteiligung | du planbare Kosten willst | du bereits einen passenden separaten Schutz hast |
| Zusatzfahrer | lange Fahrtage | kurze Trips mit wenig Fahrerei |
| Fahrradträger | du an den meisten Tagen Rad fahren willst | du vor Ort Räder leihen kannst |
Rechne die Extras zusammen, bevor du Vermieter vergleichst. Ein niedriger Tagespreis mit kostenpflichtiger Bettwäsche, Küchenausstattung und Stühlen kann am Ende teurer sein als ein höherer Preis, in dem das alles schon enthalten ist.

Kaution, Kraftstoff und Gebühren
Rechne bei der Abholung mit einer Kaution oder einer Reservierung (Blockierung) auf deiner Kreditkarte. Die Höhe hängt oft von der gewählten Versicherung ab, und sie wird freigegeben, sobald der Van zurückgegeben und geprüft wurde. Frag nach, wie lange die Freigabe normalerweise dauert, denn der Betrag kann auf deiner Karte mehrere Tage blockiert bleiben.
Bei den meisten Vermietungen gilt „voll gegen voll“ bzw. gleicher Stand: Du übernimmst den Van mit einem bestimmten Tankstand und gibst ihn mit demselben zurück. Manche erwarten auch, dass die Gasflasche einen bestimmten Füllstand hat, oder berechnen das Nachfüllen. Achte außerdem auf Gebühren für Reinigung, das Leeren der Toilettenkassette, verspätete Rückgabe und Bearbeitungsgebühren für Bußgelder oder Mautforderungen, die erst nach deiner Reise eintreffen.
Was am Abholtag passiert
Zur Abholung gehören normalerweise Formalitäten, ein Rundgang ums Fahrzeug und eine Einweisung in die Technik. Bei den Formalitäten geht es um Führerscheine, den Mietvertrag und die Kaution. Beim Rundgang hältst du den Zustand des Vans fest, und bei der Einweisung erfährst du, wie alles funktioniert.
Plane genug Zeit ein. Bei einer gehetzten Abholung übersehen Neulinge oft Details, die später wichtig werden – etwa, wie man den Kühlschrank auf Gas umstellt oder wo der Sicherungskasten sitzt. Unsere Checkliste für Abholung und Rückgabe bringt alle Schritte in die richtige Reihenfolge, sodass du sie an der Vermietstation einfach abhaken kannst.
Nach der Reise läuft das Ganze in umgekehrter Richtung ähnlich ab: ein Rundgang, eine Kontrolle von Tank- und Wasserständen und ein Blick in den Innenraum. Entspricht alles dem Zustand bei der Abholung, wird die Kaution freigegeben. Je sorgfältiger du den Van zu Beginn dokumentierst, desto reibungsloser läuft meist dieser letzte Schritt.


